12.03.2009
Neue deutsche Helden
»Thomas Klupp trifft in seinem ersten Roman Paradiso den naturtrüben Slang und die schlingernden Herzen der Studenten von heute.«
»Klupp demonstriert eine Durchlässigkeit zur Wirklichkeit und eine atmosphärische Genauigkeit, einen souveränen Umgang mit allen möglichen Stilmitteln von Humor bis Groteske. […] Am Ende glaubt man, einen kleinen Gesellschaftsroman der Gegenwart gelesen zu haben.«
Hans-Peter Kunisch
12.03.2009
Ein todkomisches Roadmovie
»Paradiso ist die ad absurdum geführte Heldenreise eines moralischen Fliegengewichts – ein todkomisches Roadmovie, das einen Besserung geloben lässt. Für alles, egal was.«
10.03.2009
Narziss und die Spermarados
»Paradiso enthält alles, was ein gebrochener Ich-Erzähler auf der Suche nach sich selbst braucht: Provinz, Pubertät, Pickel. Es geht um Frauen und Drogen, um Weltekel und um literarische Erfahrungen. (...) Zudem ist Klupp ein Meister der schnell zu entdeckenden literarischen Referenz. In welche Situation er seinen Alex Böhm auch verwickelt - der Literaturkanon ist nie weit.«
Verena Mayer
08.03.2009
Lügen lernen
»Knietief in Weiden: Thomas Klupps furioser Debütroman Paradiso. (...) Zu den vielen Stärken dieses Romans von Thomas Klupp (...) gehört freilich auch, dass die Abgründe und das Gewaltpotenzial, sie sich in solch einem vermeintlich harmlos-alltäglichen Typen verbergen, erst allmählich sichtbar werden. Mit seiner scheinbaren Offenherzigkeit und zur Schau gestellten Reue bekommt Alex den Leser beinahe genauso rum wie die treuherzige Leni am Baggersee - da vergisst man schon mal leicht, dass er naturgemäß ein unzuverlässiger Erzähler ist.« mehr...
Oliver Pfohlmann
21.02.2009
Der Hänger im Roggen
»Man kann Literaturgeschichte auch einmal so erzählen, als Ahnenreihe: J.D. Salinger - Paul Schrader - Bret Easton Ellis - Christian Kracht und, nun ja, Thomas Klupp. Also "Der Fänger im Roggen"; "American Gigolo" - "American Psycho" - "Faserland" - "Paradiso". Das wäre eine mögliche Genealogie einer Erzählkunst des bösen Blicks, der illusionslosen, zynischen Weltverwerfung, aber auch des Leidens an einer vor langer Zeit verlorenen Unschuld.« mehr...
Richard Kämmerlings
10.07.2009
Cool + ästhetische Valeurs
»Es ist ein Roman, den ich cool nennen würde. Und cool ist eine Eigenschaft, die ja auch ästhetische Valeurs haben kann. Das Interessante an dieser Geschichte: Die Coolheit selbst wird auf eine spannende Art hinterfragt. Es wird erzählt, wie viel Skrupellosigkeit, wieviel Opportunismus, wieviel Heuchelei dazugehört, eine coole Fassade aufzubauen. (...) Thomas Klupp schafft es in einem unglaublich starken, ringenden Tonfall, der sehr nah an der mündlichen Rede ist, das Psychogramm eines jungen Narziss und Opportunisten zu schildern, in den man sich sofort verliebt, und in gleichem Maße kann man ihn abstoßend finden.«
Ijoma Mangold
02.03.2009
Monolog eines Blenders
»In einem atemberaubenden Monolog lässt Thomas Klupp in «Paradiso» seinen Helden erzählen, wie der sich als Blender, Schönredner und Lügner durchmogelt. Der Debütroman des Autors lässt sich durchaus als rasantes Filmszenario vorstellen.«
24.02.2009
Erlanger als Star am Autorenhimmel
»Der Literatur-Kritiker der intellektuellen Frankfurter Allgemeinen Zeitung vergleicht das Buch schon mit dem Jugend-Klassiker Der Fänger im Roggen von J.D. Salinger (90)«
15.02.2009
German Psycho
»Klupp ist ein großartiger Gesellschaftsroman gelungen. So wie Patrick Bateman (ohne Schlachtermesser und Säge) in "American Psycho" einer von vielen in den 80er-Jahren war und für das Jahrzehnt, in dem Materialismus, Markenmacht und das Denken in ökonomischen Kategorien ihre Siegeszüge begannen, stand, so sind wir heute alle ein bisschen Alex. Der moderne Mensch beherrscht die moralisch-korrekte Kommunikation; da falsche Worte eine schärfere Ächtung nach sich ziehen als verwerfliche Taten, ist Bigotterie nur konsequent.« mehr...
Matthias Wulff
27.02.2009
Die Geschichte eines begnadeten Aufschneiders und Maulhelden
»Das ist das Raffinierte am Debütroman „Paradiso“ (Berlin Verlag) des 1977 in Erlangen geborenen Thomas Klupp: Dass alles so harmlos beginnt...« mehr...
Jobst-Ulrich Brand
27.02.2009
Ins Herz der Finsternis
21.02.2009
Liebe, Mord und Drogenrausch
»In schlankem, lässigem Deutsch räsoniert der in Berlin lebende Autor Thomas Klupp, 31 über Ex-Schulkameraden und Tankstellen-Prolls, Schuppenflechte und Beziehungsfrust, die bösen Drogen und den lieben Gott.« mehr...
Wolfgang Höbel
Es gelingt ihm, was kaum einem Autor gelingt

- Jochen Schmidt
»Thomas Klupp weiß genau, was er tut, und trotzdem kreist sein Buch unberechenbar und in rätselhafter Weise um etwas Unbeantwortbares: die Frage, wie man leben soll. : einen Charakter in die Literatur einzuführen. Erwachsen zu werden ist ein brutaler Vorgang. In der Bundesrepublik, dieser alles niederdrückenden Provinz, wo die Autobahn der einzige Ort für Begegnungen ist, kann ein Tritt ins Gesicht für Hoffnung stehen, weil er ein Lebenszeichen ist und von der Sehnsucht nach Liebe erzählt.«
Furioser Gedanken-Roadmovie

- Saša Stanišić
»Dieser Alex hier ist der echteste, trockenste, komischste Typ, dem ich seit Jahren zuhören durfte. Dem ich liebend gern zugehört habe in diesem furiosen Gedanken-Roadmovie, das Thomas Klupp entfesselt hat. Ein gutes Buch muss bekanntlich umhauen können. Paradiso ist ein Boxer mit einer Linken aus sprödem Witz und einer Rechten aus kompromissloser Ehrlichkeit.«
Sog aus Amoralität, Lügen und Schamlosigkeit

- Thomas Brussig
»Fünf Seiten gebe ich dem Leser. Wenn er sich bis dahin nicht von diesem Buch losreißen konnte, wird er von einem Sog verschlungen, einem Sog aus Amoralität, Lügen und Schamlosigkeit. Thomas Klupp schreibt nicht so harmlos, wie er aussieht, und er spricht aus, was Sie schon immer fühlten, aber nie zu denken wagten.«











